Kolleginnen präsentieren ChancenVielfalt bei einem Netzwerk-Treffen

ChancenVielfalt geht weiter

EU-Projekt der Diakonie zur Förderung von Bildungsgerechtigkeit wurde verlängert.

Unser Bildungssystem ist komplex. Wie bekomme ich einen Kindergartenplatz? Wann muss ich mein Kind bei einer weiterführenden Schule anmelden? Um nur einige Beispiele für herausfordernde Momente zu nennen. Vor drei Jahren startete das Projekt „ChancenVielfalt“ im Diakonischen Werk. Dank der Förderung durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der Europäischen Union konnte genau hier Hilfe angeboten werden. In Kooperation mit dem BIM e.V. sowie dank enger Abstimmung mit Schulen und Kindertagesstätten hat das Diakonie-Team Eltern aus Drittstaaten, die in Bonn und Region eine neue Heimat gefunden haben, beraten und gestärkt. Jetzt wurde das Projekt für sechs Monate verlängert.

Chancenvielfalt hatte eine Laufzeit von drei Jahren und wäre regulär zum 31. Dezember 2025 beendet worden. Die Nachfrage nach der Arbeit durch das Projekt riss nicht ab, so dass die Diakonie sich um eine Projektverlängerung bemüht hat, der nun zugestimmt wurde. Kurz vor dem Jahresende kam kurzfristig die gute Nachricht, dass die Arbeit bis zum 30. Juni 2026 weitergehen kann. Diese Verlängerung ermöglicht es, die erfolgreiche Arbeit fortzusetzen und die gute Vernetzung mit den vielen Akteuren der Migrationsarbeit in Bonn aufrechtzuerhalten. „Von Anfang an haben wir erlebt, wie wichtig unsere Beratungen zum deutschen Schulsystem sind. Unsere Partner im Bildungssystem haben uns oft die Rückmeldung gegeben, dass genau an dieser Stelle die niederschwellige und zielgruppenangepasste Beratung fehle“, berichtet Projektleiter Marko Grzincic.

Neben der Beratung der Familien, wurden parallel Schulungen für die Haupt- und Ehrenamtlichen angeboten, die in ihrer pädagogischen Arbeit intensiv im Kontakt mit Drittstaatenangehörigen sind. Hier lag der Fokus auf Sensibilisierung und Kompetenzerwerb im Umgang mit einer multikulturellen Gesellschaft. Die im Rahmen des Projektes festgelegten Zielwerte wurden größtenteils bereits im zweiten Jahr erreicht und bis zum Ende der ursprünglich geplanten Laufzeit deutlich übertroffen.

„Die Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen Akteuren und Organisationen der Integrationsarbeit in Bonn waren und sind von entscheidender Bedeutung für den Erfolg dieses Projektes“, so Bereichsleiter Wassili Weckauff. Er stellt weiter fest: „Durch den gemeinsamen Austausch und die enge Kooperation konnten die vielfältigen Herausforderungen der Integrationsarbeit erfolgreich gemeistert werden. Diese Partnerschaften sind ein wesentlicher Bestandteil, um die Menschen, die Unterstützung benötigen, bestmöglich zu erreichen.“

Das Projekt „ChancenVielfalt“ trage somit zur erfolgreichen Integration bei – sowohl für die Eltern als auch für die Kinder – indem es ein tieferes Verständnis für das Bildungssystem und die außerinstitutionellen Möglichkeiten der (früh)kindlichen Förderung vermittle und fundierte Entscheidungen ermögliche. Darüber hinaus habe es einen klaren Mehrwert für die Gesellschaft: Es fördert Teilhabe, stärkt den sozialen Zusammenhalt und leistet einen Beitrag zu einer inklusiven und vielfältigen Gesellschaft. Die Fortführung des Projektes bis Juni 2026 stellt sicher, dass die Diakonie weiterhin verlässlicher Ansprechpartner für zugewanderte Familien mit Kindern bleibt.

www.chancenvielfalt.de