Gemeinsam die Suppe ausgelöffelt

Diakonische Konferenz im Jubiläumsjahr mit neuem Format
Es war ein Experiment, das die Evangelischen Kirchengemeinden Rheinbach, Meckenheim, Swisttal und Wachtberg mit dem Diakonischen Werk Bonn und Region gewagt haben. Zum 25-jährigen Jubiläum der Diakonischen Konferenz, dem erfolgreichen sozialpolitischen Aschermittwoch in der Region, verwerfen die Veranstalter das bestehende Konzept und laden zu einem völlig neuen Veranstaltungsformat ein. „Essen ist fertig“ stand auf der Einladung. Und Essen stand im Zentrum des Aschermittwoch-Events, bei dem sich fast 80 Menschen begegneten.

Die Diakonische Konferenz hat den Kirchraum verlassen und Zelte mitten in der Stadt Rheinbach aufgebaut. Ehrenamtliche aus den Initiativen der Evangelischen Kirchengemeinde Rheinbach haben drei unterschiedliche Suppen gekocht. Eine vierte Suppe kam aus der Küche der JVA Rheinbach. Es standen Shuttlebusse bereit, die den Zugang für die Gäste aus den umliegenden Gemeinden sicherstellten.

Von einem Experiment weiß man vorher nicht, ob es gelingt. So war die Spannung groß, wie viele Menschen der Einladung zum kostenlosen Suppeessen, zur Begegnung und zum Austausch folgen würden. Bei strahlend blauem Himmel begrüßten die Verantwortlichen gegen 17 Uhr die ersten Gäste. Am Ende waren rund 80 Teilnehmende vor Ort. Darunter auch Sozialdezernentin Ursula Thiel, die ein Grußwort des Landrates des Rhein-Sieg-Kreises überbrachte. Anwesend waren auch die Bürgermeister von Rheinbach, Dr. Daniel Phiesel, und Meckenheim, Sven Schnieber. Phiesel dankte den Veranstaltern für das Engagement. „Zum Salz in der Suppe gehört auch, dass wir hier heute zusammenkommen – draußen, ganz offen gestaltet, sodass Jung und Alt sich begegnen können“, so Phiesel. Mit dem Verständnis von „Diakonie“ als „Akt der Nächstenliebe“ sah er den Kern der Veranstaltung treffend beschrieben.

Superintendentin Claudia Müller-Bück freute sich, dass die Veranstaltung so gut angenommen wurde. Sie dankte insbesondere der evangelischen Kirchengemeinde Rheinbach für die Arbeit, die sowohl die beiden Pfarrpersonen Gudrun Schlösser und Malte Große-Deters sowie Ricarda Duch von der Gemeindenahen Sozialberatung – und mit ihnen etliche Ehrenamtliche der Gemeinde geleistet haben.