Diakonie appelliert: Keine Gewalt gegen Mitarbeitende der Diakonie-Station Euskirchen

Mitarbeitende erleben persönliche Angriffe

Die Station schließen zu müssen, war ein schwerer Schritt, den das Diakonische Werk Bonn und Region Mitte Januar öffentlich gemacht hat. Besonders betroffen sind die Menschen, die bisher durch das Team der Station gepflegt werden. Ebenso betroffen sind die Mitarbeitenden, deren berufliche Situation sich ab Ende Februar völlig verändert; unabhängig davon, ob sie sich entschieden haben, das Diakonische Werk zu verlassen oder ob sie das nicht geplant hatten und nun eine andere Einsatzmöglichkeit finden müssen.

Aktuell erleben Mitarbeitende, die aufgrund der Dienstkleidung und ihrer Dienstwagen gut erkennbar sind, Angriffe von Menschen, die mit der Situation unzufrieden sind – sowohl durch Passant:innen als auch im Rahmen ihrer pflegerischen Tätigkeit. Unsere Mitarbeitenden erleben verbale Attacken und sogar tätliche Angriffe. „Wir können das nicht tolerieren“, mahnt Tobias Köhler aus der Diakonie-Geschäftsleitung. „Wir werden solche Angriffe, da wo es möglich ist, zur Anzeige bringen.“ Außerdem stellt das Diakonische Werk dem Team zeitnah Angebote und Unterstützung zum Umgang mit solchen Situationen zur Verfügung.

„Wir appellieren an alle Menschen in Euskirchen, die durch die Schließung der Diakonie-Station verärgert sind, dies in friedlicher Form zum Ausdruck zu bringen. Wenden Sie sich per Mail an die Zentrale des Diakonischen Werkes Bonn und Region (kontakte@dw-bonn.de), aber richten Sie Ihren Unmut nicht gegen die Mitarbeitenden,“ so Tobias Köhler.