Pfarrer i. R. Gerhard Brose freut sich über starke Stimmen an seiner Seite.

Eine Kerze, ein Lied, ein Moment der Ruhe

Ein Stammgast entzündet die weiße Kerze, die auf einem Sandbett in einem großen Windglas steht. Der Gastraum in der Bahnhofsmission Bonn ist gut gefüllt, nur ein Platz ist noch frei. Pfarrer i. R. Gerhard Brose hängt sich die Gitarre um und verteilt Liedzettel. Für einen Moment wird es still an diesem Ort, an dem sonst vieles in Bewegung ist: Menschen kommen und gehen, Gespräche entstehen, Sorgen werden ausgesprochen, Hilfe wird gesucht.
Gerhard Brose freut sich über starke Stimmen an seiner Seite

Seit Kurzem findet in der Bahnhofsmission Bonn die beliebte Andacht wöchentlich statt. Immer mittwochs von 16:45 bis 17:00 Uhr lädt Gerhard Brose, seelsorgerischer Leiter der Bonner Einrichtung an Gleis 1, zu einem kurzen geistlichen Innehalten ein. Die Andachten sind Teil des Projektes „Seelsorge an Gleis 1“, das von der Bahnhofsmission Deutschland gefördert wird.

Nach dem gemeinsamen Eröffnungslied liest Brose eine Bibelstelle vor und hält dann eine kurze Ansprache. Dabei bezieht er die Teilnehmenden ein. Jeder darf sich angesprochen fühlen, kann sich äußern, muss es aber nicht. Heute geht es darum, dass jeder Mensch – unabhängig von sozialer oder nationaler Herkunft, Vermögen und Status – ein Segen für andere sein kann. Es braucht keine großen Worte oder außergewöhnlichen Leistungen; Freundlichkeit, Aufmerksamkeit und ein offenes Herz sind hier gefragt.

Für viele Gäste ist das ein besonderer Moment. Kurz anhalten, zur Ruhe kommen und spüren, dass sie gesehen sind. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an den Andachten teilzunehmen. Kommen Sie einfach am Mittwochnachmittag um 16:45 Uhr an Gleis 1 vorbei!