Jecke Freude beim Besuch des Bonner Prinzenpaares in der Bahnhofsmission
Traditionell gehört der Besuch zum Programm des Bonner Prinzenpaares. Damit werden auch die Menschen gesehen, die sonst am Rande der Gesellschaft stehen. Karneval und Brauchtum bieten hier eine Facette von Teilhabe. Und pünktlich um 19 Uhr waren sie da: Prinz Roland I. und seine Lieblichkeit Bonna Stephanie III.
Musikalisch begleitet vom „Chor der starken Stimmen“ sowie dem Duo „Trööt und Flitsch“ mit Tuba und Mandoline wurde es festlich und närrisch zugleich. Passend auf das diesjährige Karnevalsmotto „200 Jahre Bonner Karneval – jestern, hück und morje“ hatte Pastor Gerhard Brose wieder eine selbst gedichtete Begrüßungsrede für die Tollitäten parat und betonte u.a.:
„Und wenn auch die Welt ist voller Sorje, wir feiern Karneval jestern, hück und morje. Die Herren der Welt setzen in den Dreck den Karren, dagegen helfen nur Wagen voller Narren. Das Leben durch Mobbing immer mehr verroht, doch echte Narren spüren, wenn Wahrheit ist bedroht. Aus dumpfen Kehlen erschallt laut: Remigration, doch närrischer Geist lebt Integration. Karnevalistisches Brauchtum zeigt sich immer regional, unser Stammbaum aber bleibt international…“
Das Prinzenpaar bedankte sich für den Empfang und Prinz Roland I erwiderte u.a., wie wichtig es ist, den Menschen im Fastelovend eine Auszeit vom Alltag zu bieten, damit man mal Sorgen und Ängste beiseitelegen kann.
Anschließend ging es zum gemütlichen Beisammensein bei Live-Musik mit „Trööt und Flitsch“ in die Räumlichkeiten der Bahnhofmission an Gleis 1 bei Käsebrötchen, Quarkbällchen und Kaffee. Obwohl der Zeitplan von Prinz und Bonna aufgrund der kurzen Session knapp bemessen ist, ließen sich die beiden dennoch viel Zeit für Gespräche. Abschließend gab es für Andrea Elsmann noch den offizielle Karnevalsorden zum 200-jährigen Jubiläum des Bonner Karnevals. Er ist ein interaktives Schmuckstück, das die Zeitreise „jestern – hück – morje“ darstellt. Die drehbaren Zahlen der „200“ zeigen historische Schlossbälle, einen Spiegel für den Jeck selbst und einen Clown, der die Zukunft symbolisiert.